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Region
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Nächster Schritt für neue Gross-Spitex

Pflege Mit der «Spitex Sempachersee Plus» entsteht die zweitgrösste Spitex-Organisation im Kanton Luzern. Die Aktiengesellschaft soll im Sommer gegründet werden, der operative Betrieb startet im Januar 2027. Die Projektverantwortlichen sprechen von einem zukunftsweisenden Schritt.

Stefan Schmid
22. April 2026
Aus der Spitex Ruswil wird zukünftig ein lokaler Stützpunkt in der neuen Organisation. Foto Stefan Schmid
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Aus der Spitex Ruswil wird zukünftig ein lokaler Stützpunkt in der neuen Organisation. Foto Stefan Schmid

Praktisch jede Gemeinde in der Region verfügt aktuell über eine eigene Spitex-Organisation. Das soll sich bald ändern: Elf Gemeinden gründen gemeinsam mit sieben Spitex-Organisationen (siehe Kasten) eine neue «zukunftsweisende» Spitex. Geführt wird diese als gemeinnützige Aktiengesellschaft. Die Planung dafür läuft schon seit mehreren Jahren im Rahmen des Projekts Spireg. Nun hat der Steuerungsausschuss weitere Schritte kommuniziert zum Vorgehen. So soll bis Ende Mai 2026 der Verwaltungsrat der neuen Organisation bestimmt werden. Die juristische Gründung der Aktiengesellschaft erfolgt im Sommer. Anschliessend müssen die Betriebsbewilligung und die Krankenkassenanerkennung erlangt sowie die Leistungsvereinbarungen abgeschlossen werden. Im Herbst wird der neue Förderverein gegründet, in welchen die bestehenden zweckgebundenen Fonds der bisherigen Spitex-Organisationen übertragen werden. Per Januar 2027 wird die neue Organisation ihren operativen Betrieb aufnehmen.

 

Neue Trägerschaft als beste Lösung

Eine neue Organisation sei notwendig, um den steigenden Herausforderungen in der ambulanten Versorgung zu begegnen, erklärt Jim Wolanin, Vorsitzender des Steuerungsauschuss des Projekts Spireg, auf Anfrage. Ein Vorprojekt, bei dem alle Spitex-Organisationen in der Region teilgenommen haben, kam zum Schluss, dass die Gründung einer gemeinsamen neuen Trägerschaft die beste Lösung darstelle. Der Mehrwert der neuen Struktur sei unter anderem die langfristige Sicherstellung der Spitex-Leistungen. Diese soll qualitativ gestärkt werden. Auch soll eine bessere Erreichbarkeit und ein umfangreicheres Angebot sichergestellt werden. Die neue Gross-Spitex soll auch attraktivere Arbeitsbedingungen bieten mit der Möglichkeit für Spezialisierungen. Ebenso sollen Stellvertretungen einfacher sein.

 

Einsparungen stehen nicht im Vordergrund

Durch die «Bündelung der Kräfte» sollen Synergien entstehen, die sich positiv auf die Finanzen auswirken. So braucht es zukünftig nur noch eine Geschäftsleitung statt deren sieben, auch die Abrechnung erfolgt durch eine Stelle. Trotzdem betonen die Verantwortlichen, der finanzielle Nutzen stehe nicht im Vordergrund, sondern die Stärkung des Angebots. Gemäss Jim Wolanin sollen eingesparte Ressourcen an der Basis wieder eingesetzt werden. «Die Nachfrage nach Spitex-Leistungen ist steigend, da unteranderem zu wenige Pflegebetten vorhanden sind und es zu einer Verlagerung von stationären Leistungen in den ambulanten Bereich stattfindet.» So soll es zukünftig etwa auch möglich sein, Nachtdienste anzubieten. Durch die neue Spitex werde die Ausbildung von Fachkräften gestärkt und professionalisiert. Denn auch die Spitex hat zunehmend Mühe, genügend Pflege-Arbeitskräfte zu finden.

Mehr dazu erfahren Sie in der gedruckten Ausgabe am Donnerstag, 23. April 2026.
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Stefan Schmid

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