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Ruswil
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17 Millionen für neues Gemeindehaus

Politik Die Gemeinde Ruswil präsentierte an der Orientierungsversammlung einen sehr positiven Jahresabschluss. Die Parteien fordern nun, eine Steuersenkung zu prüfen.

Stefan Schmid
03. Juni 2026
So soll das neue Gemeindehaus aussehen. Rechts daneben das Gebäude der alten Farb. Visualisierung studio blomen
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So soll das neue Gemeindehaus aussehen. Rechts daneben das Gebäude der alten Farb. Visualisierung studio blomen

Rund 2,3 Millionen Franken Gewinn weist die Gemeinde Ruswil für das Jahr 2025 aus. Budgetiert wurde ein Minus von rund 900 000 Franken. Die Gründe für den guten Abschluss erläuterte die finanzverantwortliche Gemeinderätin Lotti Stadelmann. Bis auf den Bereich Gesundheit haben sämtliche Aufgabenbereiche besser abgeschlossen als budgetiert. Das Minus von 0,5 Millionen Franken bei der Gesundheit habe mit den höheren Ausgaben für die Restfinanzierung Pflege zu tun, also der offenen Pflegekosten für Spitex oder Pflegeheim. Es handelt sich dabei um gebundene Ausgaben, die gesetzlich vorgegeben von der öffentlichen Hand getragen werden müssen.

Der positive Jahresabschluss hängt wesentlich mit höheren Steuereinnahmen zusammen. 1,5 Millionen mehr als budgetiert nahm die Gemeinde ein. 0,8 Millionen entfallen auf Sondersteuern wie Handänderungen oder Grundstückgewinnsteuern. Diese seien schwierig zu budgetieren und nicht nachhaltig, erklärte Lotti Stadelmann die Abweichung. Mit dem guten Ergebnis kann Ruswil die kantonal vorgegebenen Finanzkennzahlen bis auf den Selbstfinanzierungsanteil alle einhalten.

 

Ein neuer Bau mit 55 Arbeitsplätzen

An der gut besuchten Informationsveranstaltung mit 75 Anwesenden informierte die Gemeinde zum aktuellen Planungsstand beim neuen Gemeindehaus. Stefan Koch und Magdalena Steiger vom Architekturbüro TGS zeigten detaillierte Raumpläne, Aussenansichten und Farbkonzepte.

Nebenan sind bereits die Arbeiten für fünf Mehrfamilienhäuser im Gang. Der sechseckige Bau an der Wolhuserstrasse soll dort als letztes Gebäude gebaut werden, inklusive einem neuen Aussenraum. So entstehen auch neue Wegverbindungen vom Dorfkern zum neuen Quartier. Mit dem speziellen Grundriss habe das neue Gemeindehaus kein eindeutiges vorne und hinten, erklärten die Architekten. Der Eingang für die Öffentlichkeit befindet sich zur Wolhuserstrasse hin.

55 Arbeitsplätze sollen im vier geschossigen Bau Platz finden. Die Raumeinteilung soll sich flexibel gestalten lassen. So sei eine Erweiterung bis zu 67 Arbeitsplätzen möglich. Sollte die Verwaltung zukünftig kleiner werden, wäre auch eine Vermietung eines Geschosses oder eines Teils davon möglich. Total rechnet die Gemeinde aktuell mit Kosten von 16,87 Millionen Franken für das neue Gemeindehaus. Darin sind auch Planungskosten, Aufwände für Abriss und jene für den Grundstückerwerb eingerechnet. Das Grundstück gehört momentan der Aplafinimo AG, einer Tochtergesellschaft des Buttisholzer Baunternehmens Aregger. Die Kaufverhandlungen seien abgeschlossen, erklärte Gemeindepräsident Franzsepp Erni. Der Vertrag trete nach der Zustimmung an der Urne in Kraft.

Mehr dazu erfahren Sie in der gedruckten Ausgabe am Mittwoch, 03. Juni 2026.
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