Ende April begannen die Vorbereitungen auf dem Festgelände, wie Simon Bucher im Gespräch erklärt. Er ist im Organisationskomitee für die Infrastruktur zuständig. Die ersten Arbeiten auf dem Gelände waren Grabarbeiten für Leitungen für Strom, Wasser und Sanitär. Anschliessend wurden 700 Kubikmeter Schotter verbaut. Damit will man vorbereitet sein, sollte sich das Wetter von der schlechten Seite zeigen. Richtig los ging es am vergangenen Freitag. Dann wurden die Tribünen und das grosse Festzelt geliefert. Bis zum folgenden Mittwoch soll dies alles stehen. Die Woche darauf werden fortlaufend Grillstände aufgebaut, die Umzäunung erstellt und weiter Finish-Arbeiten ausgeführt. Für das Aufstellen der Tribünen und Zäune standen mehr als 70 Personen über drei Tage im Einsatz. Eine grosse Unterstützung war dabei der Zivilschutz. Gearbeitet wurde jeweils von sieben Uhr morgens bis ca. 21.30 Uhr.
Simon Bucher hat die letzten drei Rottal-Schwinget als Bauchef organisiert. Das Kantonale Schwingfest, das am Pfingstmontag stattfindet, sei natürlich ein paar Nummern grösser. Deshalb ist er froh, dass er einen Trumpf im Ärmel hat: «Wir haben das grosse Glück, dass 2018 das Innerschweizer Schwingfest bereits in Ruswil stattgefunden hat». Das bedeutet, dass man viele Planungen und Berechnungen übernehmen konnte und in einen etwas kleineren Rahmen setzen konnte. Statt 12 000 Sitzplätze wie am Innerschweizer Schwing- und Älplerfest hat die Arena am Kantonalen «nur» rund 8400 Plätze.
Zur Infrastruktur gehören nicht nur Tribünen, Zelte und Festgelände, sondern auch die sanitären Einrichtungen, der Strom, die Grillstände, Deko, die Reservationen von Räumen und Gebäuden, Mobiliar für die Festwirtschaft etc.
«Wieviel Zeit man investieren muss, ist einem im Vorneherein nicht bewusst», sagt Simon Bucher. Doch das Positive sei, dass man mit den vielen Vorlagen aus dem Jahr 2018 arbeiten kann. «Das erleichtert vieles. Sonst hätte ich die «Schwimmflügeli» schon früh auspacken müssen.» Das Telefon läutet in diesen Tagen oft bei Simon Bucher. Nicht nur fürs Schwingfest. Auch im Geschäft läuft einiges. Buchers Arbeitgeber kommt ihm entgegen, denn eine solche Organisation kann man nicht einfach am Feierabend stemmen.
Ab dem 18. Mai hat Bucher zwei Wochen «Ferien». Das heisst, Bucher wird dann fast rund um die Uhr auf dem Festareal sein. Er rechnet damit, hin und wieder eine «Feuerwehr-Übung» machen zu müssen. Das heisst, schnell und überlegt auf allfällige Pannen zu reagieren. Er ist sich aber sicher: mit den guten Leuten im Hintergrund und einem Telefonat an die richtige Stelle, kann man die meisten Probleme beheben.
Mehr zum Kantonalen Schwingfest "Rusmu 2026" mit allen Rottaler Schwingern, einem Interview mit dem langjährigen Ruswiler Schwinger-Funktionär Paul Vogel und vielem mehr, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe.