Wie starte ich nach der Oberstufe ins Berufsleben? Dieser Frage gingen am Dienstag die Jugendlichen der 1. Sekundarstufe der Schule Ruswil nach – unterstützt vom Gewerbeverein Ruswil, der gemeinsam mit der Schule den Berufserkundungsparcours organisiert. Jede Schülerin und jeder Schüler durfte drei Berufe auswählen, in die sie jeweils 90 Minuten hineinschnuppern konnten.
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Mittendrin: Hanna Vogel, die noch nicht genau weiss, wohin sie ihre Lehre fĂĽhren soll. Kreativ arbeiten? Etwas Handwerkliches? Oder doch ein Beruf mit Menschen? Hanna hat sich fĂĽr drei sehr unterschiedliche Einblicke entschieden: Am Morgen beginnt sie bei der MassÂplan AG in Ruswil als Zeichnerin Fachrichtung Architektur. Danach wechselt sie nach Buttisholz zur Brot&Co Gmbh, wo sie den Beruf Bäckerin-Confiseurin EFZ kennenlernt. Und am Nachmittag begleitet sie die Mitarbeitenden der Spitex Ruswil, um den Beruf Fachfrau Gesundheit EFZ zu entdecken.
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Bei der Massplan AG wird Hanna von Mia Sigrist empfangen, Lernende im zweiten Lehrjahr – und jemand, der genau weiss, wie sich Hannas Situation anfühlt. Denn Mia ging selbst in Ruswil zur Schule und schnupperte vor ein paar Jahren am selben Berufserkundungsparcours in den Beruf der Zeichnerin Fachrichtung Architektur hinein. Dieser Einblick prägte sie so stark, dass er zu einem entscheidenden Schritt in ihrer eigenen Berufswahl wurde.
Gleich zu Beginn räumt Mia mit einer weitverbreiteten Annahme auf: «Viele denken, wir würden noch viel von Hand zeichnen – aber das stimmt heute nicht mehr.» Sie zeigt Hanna, wie heute fast alles digital entsteht und wie aus Visionen des Bauherrn konkrete Pläne werden. Für Hanna, die gerne kreativ arbeitet, ist das ein Moment, der sie sofort packt.
Hannas Mitschüler Elio Rogger darf parallel im Nebenraum an einem Modellhaus aus Styropor arbeiten. «Am Beruf Zeichner reizt mich, dass man am Schluss das Gebäude in echt sieht, das man mitgeplant hat. Und man kann viel am Computer arbeiten.»