«Der Wettbewerb wurde zum neunten Mal durchgeführt und ich konnte seit Anfangszeit nebst vielen Nominationen fünf Kategoriensiege feiern. Das macht mich sehr stolz», sagt der in Sursee wohnhafte Winzer in Pension Beat Felder. Er ist Geschäftsführer der Weinbau Mariazell GmbH, Weinbau Sempachersee GmbH und Beat Felder Zukunftsweine, die erfolgreich waren. Immer wieder unter den besten Zentralschweizer Weine zu sein, sei die ganz grosse Herausforderung und nicht selbstverständlich, sagt Felder, der in Hellbühl und Ruswil aufwuchs.
Dieses Jahr gewann er in der Kategorie «Weisswein Assemblage» mit Mariazell Muscat Sec 2025 von Weinbau Mariazell und wurde in vier weiteren Kategorien nominiert. Ein weiterer Sieg für die Region gab es in der Kategorie «Rotwein Assemblage» für den Weinbau Triengen mit dem Trienger Türstetrunk 2023. Und 8 der 15 nominierten Weine in den fünf Kategorien, stammen aus der Region Sempachersee/Surental. «Das ist ein Novum und damit hat sich die Region als Beste der Zentralschweiz etabliert. Sursee ist der neue Hotspot der Zentralschweizer Weine, sagt Felder. Fünf der 15 Weine stammen von Betrieben aus der Region Sursee: der Solaris Beat Felder Zukunftswein 2025, der Mariazell Muscat Sec 2025, der Mariazell Cuvée Blanc 2025 sowie der Kirchbühl Rosé Merlot 2025 und der Kirchbühl Merlot Barrique 2023, beide von der Weinbau Sempachersee GmbH. «Dieses ausserordentliche Ergebnis ist einmalig und macht mich extrem happy», sagt Felder. Zum erfreulichen Ergebnis geführt habe das warme und milde Klima und der gute Wasserspeicher. Der Luzerner Regierungspräsident Armin Hartmann und der Nidwaldner Landratspräsident Matthias Christen haben die Siegerweine im Schloss Wyher in Ettiswil gekürt.
Der Zentralschweizer Weinbau zeichnet sich aus durch den ausserordentlich hohen Anteil an sogenannten pilzwiderstandsfähige (PiWi) Reben. Mit einem Anteil von 51 Prozent belegt die Zentralschweiz im schweizweiten Vergleich den ersten Platz. Der schweizweite Durchschnitt liegt bei vier Prozent. Dieser hohe Anteil zeige sich auch bei den am Wettbewerb eingereichten Weinen. 32 der insgesamt 74 Weine enthielten PiWi-Rebsorten. Diese besitzen natürliche Resistenzen gegen Pilzkrankheiten. Im Vergleich zu klassischen Rebsorten benötigen sie bis zu 80 Prozent weniger Pflanzenschutzmittel. Rund ein Viertel der Weinbaubetriebe in der Zentralschweiz produzieren zudem nach biologischem Anbau.