Man kann sich Buttisholz ohne das traditionelle St. Ottilienkilbi-Wochenende, immer am dritten Sonntag im Oktober, kaum vorstellen. Nach dem unterhaltsamen Vorabend startete der Kilbisonntag mit dem feierlichen Gottesdienst im grossen, schön warm geheizten Festzelt. Der Festgottesdienst zu Ehren der Heiligen Ottilia, der Patronin der St. Ottilienkapelle, wurde von Pastoralraumleiter Kurt Zemp mit markanten Worten zum Thema «Schlagfertigkeit» zelebriert. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Alphornduo Eliane Muff und Roger Häller sowie dem Cellisten Jonas Zemp. Zur Unterstützung der markanten Worte Kurt Zemps wurden bei den Fürbitten von Lernenden der 2. Oberstufe gar Nägel mit Köpfen eingeschlagen. Die heilige Ottilia, die im siebten Jahrhundert blind zur Welt kam, wurde bei ihrer Taufe durch ein Wunder sehend und später, nach ihrem Tod, heiliggesprochen. Während sich viele Besucherinnen und Besucher nach dem Gottesdienst von der Feldmusik im Festzelt kulinarisch verwöhnen liessen, begann vor dem Festzelt bereits ein emsiges Kilbitreiben. Unglaublich was da alles angeboten wurde, wie man mit allem Möglichen das Glück herausfordern konnte. Einheimische Vereine und Gruppierungen und auch Schulklassen hatte schön dekorierte Stände aufgebaut. Ob Klein oder Gross, Jung oder Alt, für alle Kilbibesucherinnen und -besucher war etwas da. Gross war der Andrang an sämtlichen Ständen, und besonders beliebt war der Lebkuchenstand der Feldmusik, wo fleissig das Glücksrad gedreht wurde. Ob ein Stück Lebkuchen, ein Mutschli, ein feiner Butterzopf oder gar ein Lebkuchenherz gewonnen werden konnte, die Freude war bei jedem Gewinn immer gross. Erstaunlich wie gross und vielfältig das Angebot an den Ständen war, wie zahlreich sich das Publikum durch dieses heimelige Kilbidörfchen bewegte und bei den Angeboten herzhaft zugriff. Obwohl der Morgen noch kühl, neblig und nass war, sorgte Petrus dafür, dass das Wetter am Nachmittag etwas trockener wurde. Einmal mehr leisteten die Mitglieder der Feldmusik Buttisholz mit ihren Helferinnen und Helfer und alle Standbetreibenden einen grossartigen Einsatz für den Erhalt der beliebten St. Ottilienkilbi. Seit dem Jahre 2005 ist die Feldmusik nun schon verantwortlich für diese kleine, aber feine Kilbi im schönen Weiler St. Ottilien. Dafür verdient sie den Dank, den Kurt Zemp am Schluss des Gottesdienstes für die Organisation an sie aussprach.