Es kribbelt. Die Vorfreude auf die Fasnacht ist bei Denise Graf am Montag schon stark spürbar. Verständlich, denn sie ist Zunftmeisterin der Fröschenzunft Triengen. «Das Amt erfüllt mich mit grosser Ehre. Ein schönes Gefühl.» Sie ist erst das zweite weibliche Fasnachtsoberhaupt in der Geschichte der Zunft, die am 22. Februar 1953 gegründet wurde. «Ich bin mit meinem Mann Fredy seit Mai des letzten Jahres in der Zunft und wurde von der ersten Zunftmeisterin Colline Irniger letztes Jahr angefragt, ob ich das mir vorstellen könnte. Aus der Anfrage entwickelte sich mit der Zeit immer mehr eine Art der Begeisterung für dieses Amt. Es reizte mich.» Am 7. Dezember habe sie dann zugesagt. Beim Zunftbot in Triengen am 10. Januar wurde das Geheimnis um 21.23 Uhr dann gelüftet. Bei einem Erkennungsspiel, mit Buchstaben für den Vornamen, mussten die Zünftlerinnen und Zünftler das neue Zunftoberhaupt erraten. «Ich war schon ziemlich nervös und angespannt an diesem Abend bis zur Verkündung. Man durfte mir ja nichts anmerken, was nicht ganz einfach war. Ich redete kaum, hatte absolut keinen Appetit beim Nachtessen. Das Ganze hatte mir schon etwas auf den Magen geschlagen. Natürlich im positiven Sinn.»