Mit 77 Gielen, 59 Leitern, einem zehnköpfigen Küchenteam und einem Präses machte sich die Jungwacht Ruswil vor zwei Wochen auf den Weg nach Liebistorf, um zwei erlebnisreiche Sommerwochen zu verbringen. Die Jungwächtler spannten Zeltschnüre und stellten ihre Sarasanis auf. Sie sägten Dachlatten, knöpften Zeltblachen, bauten Bänke und gruben Löcher, um Getränke zu kühlen. Denn Don Juwaru setzte auf ihre Hilfe. Ein neuer Nachfolger für den alten Mafiaboss wurde gesucht. Vier Capos aus aller Welt kämpften um Macht, Geld und Ruhm, um seine Nachfolge anzutreten. Dazu war jeder Giel in eine der Familien eingeteilt und konnte während und neben dem Programm Punkte für seine Familie sammeln.
Unter dem Motto «Es Abentüür ganz gross, mer Piratinne stäched los!» machte sich die Blauring-Schar auf die Suche nach der verschollenen Urkunde des Soppensees. Eine geheimnisvolle Geschichte führte sie quer durch eine Inselwelt, in der immer wieder neue Herausforderungen auf sie warteten. Zu Beginn des Lagers erfuhren die Lagerteilnehmerinnen vom Schicksal der einst friedlichen Soppiraten. Nach dem Verschwinden der Urkunde des Soppensees war der Stamm zerbrochen und die Blauraten baten den Blauring um Unterstützung bei der Suche. Nach dem Aufbau des Lagerplatzes machten sie sich gemeinsam auf den Weg und folgten den ersten Hinweisen.
Die Reise führte auf verschiedene Inseln, auf denen die Lagerteilnehmerinnen immer wieder auf die Hilfe der Bewohnerinnen und Bewohner angewiesen waren und umgekehrt. Mal war handwerkliches Geschick gefragt, mal mussten sie Rätsel lösen oder Hinweise entschlüsseln. Schritt für Schritt kam man der verschwundenen Urkunde näher und lernte dabei, dass sich Herausforderungen am besten gemeinsam bewältigen lassen. Auch später hielt die Geschichte einige Wendungen bereit. Immer wieder wurden die Blauring-Piratinnen vor neue Aufgaben gestellt und sie mussten sich auf ungewohnte Situationen einstellen. Dabei waren Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und kreative Ideen gefragt. Trotz mancher Rückschläge verloren sie nie das Ziel aus den Augen und setzten die Suche entschlossen fort. In der zweiten Lagerwoche erreichte ein heftiges Unwetter das Lager. Es konnten alle Kinder sowie alle Leitungspersonen rechtzeitig und sicher in eine Notunterkunft gebracht werden. Dabei blieben alle wohlauf. Die verbleibenden Lagertage verbrachte die Schar deshalb in der Turnhalle von Wittenbach. Trotz der ungewohnten Situation liessen sie sich die gute Stimmung nicht nehmen.