Schon vor 18.30 Uhr hatte sich vor dem Ochsensaal in Grosswangen eine kleine Menschenmenge versammelt, die auf die Türöffnung wartete. Als dann die Tür geöffnet und die Dauerkarten verkauft waren, füllte sich der Saal allmählich und man setzte sich zu dem, dem Superlotto vorausgehenden, Abendessen nieder. Kaum hatte ich Platz genommen, hatte ich einen kleinen Schockmoment: Als ich ein Rivella bestellte und mit Twint bezahlen wollte, funktionierte die App nicht. Wenn man sie einmal wirklich braucht, versagt die Technik nun mal. Ich hatte vermeintlich mein letztes Bargeld für drei Dauerkarten ausgegeben. Aber eine günstige Fügung liess mich in den Tiefen meiner Hosentasche ein längst vergessenes Fünffrankenstück finden, sodass ich doch noch bezahlen konnte. Puh! Nicht das letzte Mal an diesem Abend, dass mir das Glück hold sein sollte.
Aber schön der Reihe nach: Mittlerweile hatten sich im Ochsensaal alle möglichen Menschen zusammengefunden. Alt und jung, männlich und weiblich, Familien und Freundesgruppen warteten darauf, dass das Superlotto endlich anfangen würde, und vertrieben sich die Zeit unter anderem mit Jassen. Manche hatten ihre eigenen Abdeckplättchen dabei, manche ihre Glücksbringer wie kleine Teddybären und wiederum andere durchsuchten die Einzel- und Dauerkarten nach Karten mit ihrer Glücksnummer, mir brachte an diesem Abend die Zahl 43 Glück. Wenn es ums Lotto geht, gibt es also so manchen Aberglauben. Ob diese einigen geholfen haben, einen von den verschiedenen Preisen, die sich von Supermarktgutscheinen über Wein und Rippchen bis hin zu einem Fernseher oder einem Goldvreneli erstreckten, zu gewinnen? Vielleicht.