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Buttisholz
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Die Buttisholzer Jodler jubilieren bald

Kultur Der Jodlerklub Schlossgruess Buttisholz feiert dieses Jahr seinen 60. Geburtstag. Grund genug für einen Blick zurück auf die Gründungszeit und einige spannende Episoden aus der vergangenen Klubzeit.

Franz Zemp
24. Juni 2026
Plaudern über vergangene Zeiten: (von links) Bruno Haslimann (Gründungsmitglied), Edi Wüest, Pius Bättig, Markus Krummenacher, Franz Limacher (Gründungsmitglied), Martina Rüttimann und Leo Suppiger (Gründungsmitglied). Foto Franz Zemp
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Plaudern über vergangene Zeiten: (von links) Bruno Haslimann (Gründungsmitglied), Edi Wüest, Pius Bättig, Markus Krummenacher, Franz Limacher (Gründungsmitglied), Martina Rüttimann und Leo Suppiger (Gründungsmitglied). Foto Franz Zemp

Sieben jodelbegeisterte Menschen trafen sich bei sonnigem Wetter unter den Ahornbäumen im Buttisholzer Dorfzentrum und unterhielten sich mit dem Schreibenden über die Geschichte des heimischen Jodelklubs.

Man kann nicht sagen, dass früher alles besser war. Es war einfach anders. In Buttisholz gab es einen starken Männerchor, der 1962 mangels aktiver Sänger und Interesse am Chorgesang aufgelöst wurde. Das hinterliess eine Lücke, die gefüllt werden musste. So haben sich am 19. Januar 1966 zehn junge und junggebliebene Männer zur Gründungsversammlung im Restaurant Kreuz eingefunden und Nägel mit Köpfen gemacht. Eine Woche zuvor trafen sich sieben Interessierte in der Stube von Leo Suppiger, Schulmatt. Sie schmiedeten Pläne für eine Klubgründung. Emil Hafner stellte sich als erster Präsident zur Verfügung.

 

Wie kam man zum Namen?

Ein paar Wochen später kam die junge Jodlerschar erneut zusammen. Die erforderlichen Statuten wurden niedergeschrieben und es wurde debattiert, wie der Verein nun heissen soll. Man war sich schnell einig, im Klubnamen musste das Wort «Gruess» enthalten sein. Meie-, Senne- oder Pilatusgruess überzeugten nicht. Ein Blitzgedanke von Josef Willi führte zum Namen «Schlossgruess». Damals gab es noch lange keine engen Beziehungen zwischen den Besitzern des Familienfideikommisses Pfyffer-Feer. Erst mit dem Antritt der Erbschaft durch Bernhard Pfyffer-Feer mit seiner Gemahlin Gaby in den 1990er Jahren entwickelte sich eine freundschaftliche und schöne Beziehung zwischen Klub und Schloss Buttisholz.

Wer dem neuen Club beitreten wollte, musste zehn Franken Eintrittsgeld auf den Tisch legen und drei Franken Jahresbeitrag bezahlen. Apropos Eintritt. Das erste Jahreskonzert im Januar 1967 kostete vier Franken Eintritt. Aufgrund der allgemeinen Teuerung und Kaufkraftentwicklung wären das heute etwa 14 Franken.

 

Legendäre Eseltaufe

Am Zentralschweizerischen Jodlerfest 1969 in Schüpfheim hatte die Jury ausgerechnet vom Schlossgruess keine Noten. Es stellte sich die Frage, wie die Jury dann den Vortrag bewerten soll und ob der Auftritt überhaupt zu Stande kommt? Ja doch, Gründungsmitglied Bruno Haslimann hatte zufällig ein zweites Notenblatt bei sich und überreichte dies der Jury. Der Klub konnte aufatmen und ging mit einer «1» vom Platz.

Es war damals üblich, seine Klubkollegen zu besuchen, gemeinsam zu singen und einfach die Zeit miteinander zu verbringen. Schon lange ist es her, dass drei Jodler in einem Auto bergwärts fuhren. Die Fahrt endete aber wegen nassem Wetter vorerst in einem hohen Maisfeld. Das Malheur musste umgehend korrigiert werden. Kräftiges Stossen und Schieben war angesagt. So kam am Ziel nur einer sauber an, zwei waren von Kopf bis Fuss mit Erde bedeckt.

Unvergessen auch das Geschehnis in der Oberallmend 1986. Hans und Hilda Ziswiler mussten unbedingt einen Namen für ihren Esel haben. Auch eine Gotte und ein Götti mussten her. So luden sie die Jodlerschar spontan zu sich ein. Hoch ging es zu und her. Plötzlich zählte auch der Esel zu den Gästen in der Küche. Das Gaudi war so gross, dass die Taufe später wiederholt werden musste.

 

Mehr dazu erfahren Sie in der gedruckten Ausgabe am Donnerstag, 25. Juni 2026.
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Franz Zemp

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